Engagement für ein hoffentlich einmaliges Fest

Freiwilligenarbeit ist ein Grundpfeiler des schweizerischen Gemeinwesens. Sie ist überlebenswichtig für unsere Vereins- und Verbandskultur. Exemplarisch ist das am Organisationskomitee des Bernischen Trachtenfestes & des Schweizerischen Volkstanzfestes 2019» (BTF) in Langnau zu sehen. Wer sich hier engagiert, was all diese Menschen motiviert und was ihnen das Brauchtum bedeutet, das zeigt ein kleiner Überblick.


Hansruedi Spichiger, Präsident
Pfarrer, ehemaliger Beauftragter für kirchliche Angelegenheiten des Kantons Bern, eigentlich im Ruhestand. Trachtenliebhaber.
Hansruedi war von früher Jugend an im Trachtenwesen aktiv und später auch auf der Verbandsebene engagiert. Hier ist er verwurzelt. Hansruedi sagt es so: «Für mich sind die Tracht und deren Kultur Ausdruck eines gelebten Heimatsinnes». Er geht noch weiter und erklärt, dass diese Volkskultur sinnbildlich für weitergehende Werte wie dankbare Lebensfreude, Gemeinsinn oder auch Respekt gegenüber der Schöpfung stehen würde. Das sind für ihn zentrale Werte, darum versucht er, hier einen Beitrag zu leisten. Es ist für ihn ein selbstverständlicher «Dienst an der Sache».


Christine Stucki, 2. Vizepräsidentin
53jährige Primarlehrerin und Familienfrau aus Heimberg. Christine ist aktiv in der Trachtengruppe Heimberg.
Schon als Kind kam sie mit Trachten in Berührung. Sie erinnert sich: «Ich habe meine Mutter in der schönen Freudenbergertracht mit dem kecken Schwefelhütchen immer sehr bewundert!» Christine ist der festen Überzeugung, dass Trachtenleute einen wichtigen Beitrag im kulturellen Bereich leisten würden. Sie möchte sich darum aktiv einbringen, mitgestalten und sich für dieses Brauchtum und Kulturgut einsetzen. In Langnau, so Christine, seien die Voraussetzungen dafür ideal. Zum Schluss sagt sie, dass sie ebenfalls bestrebt sei, «Veränderungen und neue Impulse in unser Trachtenwesen aufzunehmen.»


Peter Schenk, 2. Vizepräsident
Druckkaufmann und Projektleiter mit Jahrgang 1960 aus Langau.
Peter hat das Brauchtum mit der Muttermilch aufgesogen. Seine Eltern waren viele Jahre lang Mitglied in der Trachtengruppe und im Jodlerklub. Er engagiert sich in den Bereichen Sport und Politik. Peter hat hier durch zahlreiche Verpflichtungen Erfahrungen gesammelt, die er jetzt gerne im BTF einbringen will. Er hat die Anfrage aber durchaus auch angenommen, «um neue Erfahrungen zu sammeln.»


Annelies Wenger, Sekretariat
69jährige Verwaltungsangestellte im «(Un)Ruhestand». Sie ist aktiv in der Trachtengruppe Burgdorf.
Tanzen und singen würden der Seele gut tun, sagt sie. Annelies hat überhaupt am Brauchtum Freude. Dieses gelte es zu pflegen und zu erhalten. Sie ist aber offen für Neues und teilt ihr Hobby sehr gerne mit andern Menschen. Das Engagement im OK sieht sie als Herausforderung. Annelies will «mithelfen, für die Trachtenleute aus nah und fern ein hoffentlich unvergessliches Fest zu organisieren».


Erich Stamm, Finanzen
Pensionierter ETH-Naturwissenschaftler aus Huttwil, Forschungstätigkeit in der Industrie, dann selbständig auf dem Gebiet öffentlicher Finanzen. Erich ist Mitglied in der Trachtengruppe Huttwil.
Er bezeichnet sich als Quereinsteiger auf diesem Gebiet, kam er doch via einen Kulturaustausch mit einer ungarischen Volkstanzgruppe und seiner Liebe zum Singen zur Huttwiler Trachtengruppe. Erich hat sich viele Jahre lang als Kassier bei der bernischen Trachtenvereinigung engagiert. Er war Finanzchef beim Schweizerischen Trachtenchorfest in Lyss. Für ihn ist darum klar: «Ich möchte mithelfen, dass auch dieses Fest gut gelingen und zu einem unvergesslichen Erlebnis werden kann.»


Danielle Zaugg, Festbetrieb/Veranstaltungen
66jährige Ruheständlerin aus Langnau, arbeitete viele Jahre in der Informatik eines Privatlabors.
Danielle war Mitglied der Trachtengruppe Langnau, bis sich diese auflöste; sie ist heute Einzelmitglied in der Trachtenvereinigung. Deren Aktivitäten – also Tanzen, Singen und Theater – liegen ihr. Sie will etwas dafür tun, dass dieses Brauchtum nicht verloren geht. Danielle ist Co-Präsidentin der bernischen Tanzkommission und Mitglied in der schweizerischen Volkstanzkommission. Es ist also naheliegend eine Aufgabe für das BTF zu übernehmen. Ausserdem, so fügt sie an, «organisiere ich gerne, bin gut vernetzt, sowohl in Langnau wie auch in der Trachtenwelt.»


Rudolf Gautschi, Verpflegung
61jähriger Ausbildner Berufsbildung Post aus Langnau
In Ruedis Familie besitzen sämtlicher Frauen eine Tracht. Für ihn gehört der Trachtentanz schlicht und einfach zum Emmental. Alles andere wäre kaum vorstellbar. Er freut sich auf das Fest. Ruedi will «mit einem engagierten OK» seinen Teil zum Erhalt dieser Tradition beitragen - «ganz besonders in Langnau», wie er betont.


Niklaus Bärtschi, Sicherheit/Sanität/Transporte
53jähriger Transportunternehmer und Eventorganisator aus Langnau
Klaus war 35 Jahre lang in der Trachtengruppe Eggiwil und in diversen anderen Trachten- und Volkstanzgruppen aktiv. Wo man ihn brauchte, hat er ausgeholfen. Das Fest in Langnau sieht er vor allem als grosse Chance. Ein solches Fest, so sagt es Klaus, hat einen «repräsentativen Charakter, für den Ort und für die Pflege des Brauchtums».


Urs Stucki, Bau
36jähriger Heizungsmonteur und Planer aus Gohl.
Urs ist auf dem Land aufgewachsen, hier ist er verwurzelt. Er sagt es so: «ig bi ä Buregieu, ig ha gärn Volklore.» Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Ausser vielleicht, dass es ihn reizt, ein Fest in dieser Grössenordnung, wie es das BTF 2019 werden wird, aufzubauen. Eine Herausforderung.


Franziska Sommer, Empfang
49jährige Finanzverwalterin aus Langnau. Sie macht aktiv in der Trachtengruppe Emmenmatt mit.
Franziska trägt gerne Tracht. Das Fest 2019 findet sie eine gute Sache. Langnau und die ganze Region können sich so einem grösseren Publikum präsentieren. Das Fest, so sagt Franziska, «ist gute Werbung für unser Brauchtum und soll zeigen, dass wir nicht verstaubt sind.»


Hans Flückiger, Unterkunft
56jähriger Bauverwalter aus Schüpbach. Hans ist aktiv in der Trachtengruppe Affoltern.
Das Erhalten der Traditionen und des Brauchtums liegen ihm generell am Herzen, im Speziellen sind es natürlich die Trachtentänze. Besondere Feste und Anlässe würden stets von allen begrüsst. Es müsse «öpis loufe», werde oft gesagt. Leider würden nur wenige Zeit finden, sich zu engagieren. Das will er ganz persönlich ändern.


Daniel Inäbnit, Recht
53jähriger Jurist aus Bowil.
Für Daniel ist jede Tracht für sich betrachtet ein Kunstwerk. Das Brauchtum ist für ihn Teil unserer Geschichte und damit unserer Identität. Er findet es schön, dass das alte Handwerk der Trachtenschneiderei, mit den teilweise sehr filigranen Arbeiten, noch gepflegt werde. Das Emmental ist seine Heimat. Daniel will darum «dazu beitragen, dass das BTF im Juni 2019 zu einem Erfolg wird. Die Menschen sollen nach dem Fest mit einer guten Erinnerung nach Hause gehen.»


Andreas Krummenacher,Verantwortlicher Medien
40jähriger Journalist und Historiker, wohnhaft in Bern und faszinierter Beobachter